KIGRU-Sanierung

Sanierungsarbeiten in einer Kindergruppe

Wand- und Bodensanierung

Das Fazit nach der Bestandsaufnahme:
In jedem Raum stehen Malerarbeiten mit kleinen Ausbesserungsarbeiten und die Erneuerung der Bodenoberfläche an.

Wasserschäden

Bei Auftreten eines Wasserschadens muss immer zuerst die Ursache behoben werden. Weiters sollte auch die Zuständigkeit (Eigentümer vs. Mieter) geklärt werden. In unserem Fall ist es die Sache des Eigentümers bzw. muss die Schadensursache von der Hausverwaltung geklärt werden. Wobei unser „Deckenfresco“ eigentlich ganz hübsch aussieht.
Feuchte Ecken im Bodenbereich sind bei Altbauten leider oft ein Thema. Hier ist es wichtig das Mauerwerk frei zu halten damit es gut belüftet wird. Je nach Schadensbild können weitere Sanierungsmaßnahmen in Betracht werden. Wobei sich eine Horizontalsperre sicher am wirksamten erweisen würde, aber auch aus Kostengründen in diesem Fall nicht zum Einsatz kommt.  In enger Zusammenarbeit mit DI Tobias Steiner vom IBO wurden hier – wie auch bei all unseren anderen Projekten – die Sanierungsmaßnahmen evaluiert.
An dieser Stelle mein Dank an Tobias für seine gute Unterstützung! Hier der Link zu seinem Handbuch zum Thema Mauerfeuchtigkeit und Schimmelpilzschäden.

Thema Lautstärke

Wie man sich gut vorstellen kann ist der Lautstärkepegel in einer Kindergruppe ziemlich hoch.  Bei Neubauten bzw. neuen Einrichtungen von Kindertagesstätten ist dies ohnehin Bestandteil der Planung.
Daher ist es sinnvoll in unserem Fall mittelsAkustik-Paneelen nachzurüsten. Hier sind drei Varianten vorgeschlagen:
1. entweder vollflächig abgehängte Akustikdecke (z.B. Fa. Knauff o.ä.) plus Wandverkleidung an 2 Seiten
2. zu einander windschief orientierte Einzelelemente an der Decke moniert
3. Akustikfilz-Platten vollflächig an 2 Wände bzw. a. d. Decke > Vorsicht bei Farbauswahl dunkle Farben schlucken das Licht wobei wir ohnehin durch die Lage im EG beeinträchtigt sind!

Thema Sicherheit

Eine regelmäßige Überprüfung zur Gewährleistung der Sicherheit sollte von fachkundigen Personen gemacht werden. Dies betrifft Kletterbereiche und Hochebenen, scharfe Kanten und Ecken, glatte Holzoberflächen etc.

Thema Bodensanierung

Das Thema Bodensanierung hat in dieser elternverwalteten Kindergruppe zu hitzigen Debatten geführt. Es sollte ursprünglich eine Bodenversiegelung mit Lack durchgeführt werden. Dieser Sanierungsmaßnahme wurde wie folgt widersprochen:
„Der gesamte Fußboden der KIGRU liegt hohl und besonders im Vorzimmer ist es am aller schlimmsten. Dh. die Versiegelungsmaßnahme wird vermutlich nur eine sehr kurzfristige Lösung sein. Der Boden bewegt sich zu stark und der Lack zerbröselt. Weiters stellen auch die Anschlüsse zu den anderen Räumen eine Schwachstelle dar. Wenn dann müsste eine komplette Fläche in einem Guss durchgezogen werden.  Sinnvoll wäre  einen neuen Estrich mit einem neuen Bodenbelag überall zu machen.“
Die salomonische Lösung:
Der Boden wurde in 5 Schleifvorgängen geschliffen und in 3 Vorgängen – im Abstand von 24 Stunden – geölt. Es wurde ein reines Naturprodukt verwendet.
Nach dreiwöchiger Urlaubspause kann die Kindergruppe in teil-saniertem Zustand in Betrieb genommen werden.